Sie fragen sich sicher zu Recht: "Longieren ist doch nur was für Pferde?! - ... neumodische Erfindung - und was hat das nun mit Hundetraining zu tun?"
Fakt ist: Das Longiertraining kommt auch unserer Mensch-Hund-Beziehung sehr zugute und zeigt ein erstaunliches Resultat.
In geraffter Zusammenfassung:

Beim Longieren wird der Hund mit / ohne Leine auf einem Zirkel (mit Band oder Hütchen) geführt. Der Abstand zwischen Hundehalter und Hund ist variabel und fördert die Orientierung am Menschen.
Durch den Einsatz unserer Körpersprache und -haltung wird dem Hund die Richtung und Geschwindigkeit vermittelt, sowie Basiskenntnisse auf Distanz wie Anhalten, Sitz/Platz etc. geübt. Sie werden staunen, wie sich Ihr Vierbeiner mehr und mehr auf Sie und Ihre Signale konzentriert. Zur weiteren Auslastung und Abwechslung können bei guter körperlicher Belastbarkeit Hindernisse eingesetzt werden.
Da i.d.R. nur 1-2  M-H-Team pro Zirkel arbeiten muss mit Wartezeiten (=Pausen!) gerechnet werden.

Kursgebühren: 120,00 Euro / 5 Termine á 90 Minuten    

Longieren bezeichnet das Laufenlassen eines Tieres auf einer Kreisbahn. Regulär befindet sich dabei ein Mensch, der Longenführer in der Mitte des Kreises. Mensch und Tier sind dabei zumindest bei Beginn des Trainings durch eine lange Leine (Longe), die der Longenführer in der Hand hält, verbunden.

Wenn man mit Hunden longiert, so findet dies anfangs an der Leine/Longe auf einem extra markierten Kreis statt. Mit zunehmendem Können des Teams wird mit freiem Hund bei zunehmender Ablenkung gearbeitet. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, so kann über mehrere Zirkel, mit mehreren Hunden, unter Einbeziehung von Hindernissen etc. alles mögliche kombiniert werden. Die Königsdisziplin ist jedoch das freie Longieren ohne Leine und ohne Markierungen. Hier wird der im ständigen Kontakt mit seinem Hundeführer stehende Hund nur noch durch dessen Signale geleitet.

Durch Longiertraining lässt sich die Kommunikation zwischen Hund und Mensch verbessern. Hunde kommunizieren untereinander weit mehr über Körpersprache als durch Lautäußerungen. So wie sie sich gegenseitig lesen, so lesen sie auch die Menschen. Diese sind sich selbiger aber oft kaum bewusst und sagen oft was ganz anderes, als sie mit dem Körper ausdrücken. Damit ist eine gewisse Verwirrung und Verunsicherung beim Hund nicht weiter verwunderlich. Da kein Erfolgsdruck beim Longieren gegeben ist, kann der Mensch hier ohne größeres Risiko ausloten, wie sein Hund auf die eigene Körpersprache reagiert und wie er sich so führen lässt.

Longieren bietet zudem vielfältige Möglichkeiten, die Distanzkontrolle über den Hund zu verbessern, auch bei höheren, erregenden Laufgeschwindigkeiten.

An der Longe könne auch solche Hunde gesichert ein großes Laufpensum absolvieren, die man (noch) nicht ableinen kann.

Die Arbeit am Kreis macht vielen Hunden einfach Spass.

Im Wochenendworkshop für Einsteiger erarbeiten wir das Laufen am Kreis, Stopp, Richtungswechsel. Zur Abwechslung werden Positionssignale wie Sitz und Platz integriert. Es wird gezeigt, wie man später die Markierungen abbauen kann, um zum freien Longieren überzugehen.

Teams, die bereits Erfahrung im Longieren haben (Hund kann frei aus der Kreismitte heraus longiert werden, beherrscht den Richtungswechsel und Positionssignale) laufen sich mit den Anfängern warm und arbeiten dann an folgenden Themen: Änderung des Lauftempos, Vergrößerung und Verkleinerung des Kreisradius, Einbau von Hindernissen, Longieren am markierten Kreis, wenn der Hundeführer außerhalb steht, Wechsel von einem Kreis auf den nächsten, parallele Arbeit von mehreren Hunden (wenn ausreichend sozialverträglich). (Text von Anke Lehne)

Dieser Workshop findet im Freien statt. Bitte an entsprechende Kleidung/Schutz denken.

Anmeldung hier : info@Hundeservice4Pfoten.de